Die Sonne früher und heute
Photovoltaik Fotovoltaik PV-Anlagen
Ra, Apollo, Mitra, Cautha, Arinna – Sonnengötter allesamt. Die alten Ägypter wussten schon was sie taten, als sie ausgerechnet die Sonne als Sinnbild ihres Hauptgottes in das Zentrum ihres Götterkultes stellten. Und vor und nach ihnen haben auch viele andere Völker der Sonne einen hohen Rang eingeräumt. Wenn man bedenkt, was die Erde – und mit ihr die Menschheit – ohne Sonne wäre, da war dieses Denken alles andere als „barbarisch“. Die Sonne ist das, was den Motor unserer Welt am Laufen hält, ohne sie geht nichts. Letztlich wäre die Erde nur ein weiterer toter Gesteinsbrocken in den Weiten des Universums.
Heute natürlich, in modernen Zeiten – brauchen wir da diesen glühenden Stern? So existenziell, wie die Ägypter ihn einst als Gottheit glorifizierten? Nun ja: brauchen wir denn Wärme, Licht, Nahrungsmittel – und eine geregelte Umlaufbahn mit all den physikalischen Notwendigkeiten? Dann also wohl: ja, auch wir brauchen die Sonne. Sogar noch deutlich stärker als unsere Vorfahren, denn inzwischen hängt ein Vielfaches unseres Energieaufkommens davon ab, das die Sonne zuverlässig jeden Tag aufs Neue aufgeht. Wenn die fossilen Brennstoffe endgültig zur Neige gegangen sind bleiben uns nicht mehr wirklich viele Alternativen: ökologisch korrekte Energiegewinnung aus Sonne, Wind und Wasser wird zwangsläufig Vorrang haben vor allen anderen Formen.
Umso tragischer eigentlich, das wir erst seit relativ kurzer Zeit in der Lage sind, diese Energie auch tatsächlich zu gewinnen und nutzbar zu machen. Solarpanel und Photovoltaik sind die Zauberwörter: Aufnahme, Speicherung und Umwandlung von Sonnenergie in für unsere Zwecke nutzbare Energie in Form von Heizungsunterstützung und Strom. Über die reinen Solaranlagen lässt sich ersteres ohne größeren Aufwand nutzen – das wird auch bereits von vielen privaten Hausbesitzern so gehandhabt. Ist ja auch sinnvoll, warum sollte man den täglichen Warmwasserverbrauch nicht von der Sonne erwärmen lassen, statt viel Geld für klassische Gas- oder Ölheizung hinlegen zu müssen. Selbst im Winter reicht „das bisschen Sonnenschein“ in mitteleuropäischen Breiten aus um warmes Wasser zu produzieren.
Eine PV-Anlage
Teurer in der Anschaffung, aber rentabler auf lange Sicht gesehen sind die eigentlichen Photovoltaikanlagen. Denn damit lässt sich nicht nur das eigene Haus mit Strom und Wärme versorgen, sondern auch tatsächlich Geld verdienen, und das auch noch wirklich gut! Abgesehen von einer geeigneten Aufstellfläche – Haus- oder Scheunendach sind genauso zweckmäßig wie die Fassade oder der blanke Boden – ist eine ideale Sonnenausrichtung eigentlich schon alles was man unbedingt benötigt. Die Sonnenmodule kann sich der kundige Heimwerker sogar selbst installieren – spätestens beim Anschluss an das Stromnetz muss dann aber der Fachmann hinzugezogen werden.
Warum sollte man aber überhaupt den Schritt wagen und sich – zunächst einmal – so einer Investition und den entsprechenden Umbauten aussetzen? Nun – es gibt ja viele Formen der Rentenabsicherung. Aber eine, die quasi nur eine Anfangsinvestition erfordert und sich dann sehr schnell zum Selbstläufer entwickelt – da gibt es momentan noch sehr wenige sichere Angebote. Stromerzeugung mittels Photovoltaikanlagen dagegen ist so ein Selbstläufer: installieren, dann den Anschluss ans örtliche Stromnetz legen lassen. Mit dem Netzbetreiber einen Abnahmevertrag schließen. Und dann auch schon auf Sonnenschein hoffen und abwarten.
Photovoltaik-Anlagen finanzieren sich von selbst
Die momentane Gesetzeslage sieht nämlich eine Abnahmepflicht von privaten Solarstromanlagen vor. Selbstverständlich zu einem erhöhten Satz im Vergleich zu dem Strom, den man selbst beim Stromanbieter abnimmt – in der Hoffnung, dass viele Haushalte in Deutschland ebenfalls Photovoltaikanlagen betreiben und damit Solarstrom als alternative Energiequelle endlich seinen Siegeszug antreten kann. Zur besseren Planbarkeit schreibt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auch gleich noch vor, das dieser erhöhte Satz für ganze 20 Jahre zu zahlen ist.
Für den, der von der doch beachtlichen Erstinvestition abgeschreckt wird, gibt es aber gleich noch ein „Schmankerl“: zinsgünstige Kredite über die KfW stehen zur Verfügung: auf diese Weise ist die Erstinvestition nicht so „happig“. Zusammen mit den Einnahmen für den erzeugten Strom amortisiert sich die Ausgabe innerhalb weniger Jahre und wirft schnell einen satten Gewinn ab.
Diese Form der Gewinnerwirtschaftung ist insbesondere dann sinnvoll, wenn man neben der normalen Rente noch ein bisschen mehr in der Tasche haben möchte. Die Investition verlagert man dann schlauerweise in die Beschäftigungszeit. Den Ertrag genießt man wenn man es am nötigsten hat: in der Rentenzeit. Durch die vom EEG bestimmten Strompreisbindungen auch noch staatlich garantiert. Da heißt es dann eigentlich nur noch: Sonnenbrille auf – und dem eigenen Haus und der Sonne beim „arbeiten“ zusehen. Man selber kann sich ja entspannt zurück lehnen. Und die Sonne genießen.
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von Stephan am 5. März 2010 um 11:46 veröffentlicht und unter Allgemein abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |

vor 1 Jahr
Guter Artikel und sehr schön geschrieben, die Reichen haben sicherlich Gold im Keller und die Kleinen müssen sehen wie man was zur Seite schafft..
vor 1 Jahr
also wirklich ein super artikel, den sollte man einfach gelesen haben,
mach weiter so Stephan